Ausblick auf die Skiweltmeisterschaften im Februar
In den meisten Wintersportdisziplinen ist die Hälfte der Saison absolviert. Im alpinen und nordischen Skisport werfen die jeweiligen Weltmeisterschaften – die traditionell im Februar stattfinden – ihre Schatten bereits voraus. Wer konnte sich in der bisherigen Saison in eine Favoritenstellung bringen?
Vorschau zur alpinen Ski-WM in Colorado (2. bis 15. Februar)
Beginnen wir mit dem alpinen Skisport. Bereits in zwei Wochen (am 2. Februar) fällt der Startschuss für die Alpin-WM in Vail und Beaver Creek, Colorado. Für die deutschen Athleten verlief die Saison bis jetzt in etwa wie erwartet. Die Männer präsentieren sich, ganz besonders in den technischen Disziplinen, sehr stark, während die Frauen den Rücktritt von Maria Höfl-Riesch überhaupt nicht kompensieren konnten. Im Kampf um den Gesamtweltcup haben die Favoriten Marcel Hirscher (Österreich) und Tina Maze aus Slowenien die besten Karten.
Gesamtweltcupstand, Männer (17.01.2015):
1. Marcel Hirscher (AT/836)
2. Kjetil Jansrud (NOR/624)
3. Felix Neureuther (D/542)
3. Fritz Dopfer (D/542)
5. Alexis Pinturault (F/505)
6. Ted Ligety (US/420)
Gesamtweltcupstand, Damen (17.01.2015):
1. Tina Maze (SLO/877)
2. Mickaela Shiffrin (US/605)
3. Anna Fenninger (AT/532)
4. Frida Hansdotter (SWE/459)
5. Kathrin Zettel (AT/450)
6. Viktoria Rebensburg (D/363)
Slalom: Wie in den letzten beiden Jahren gibt es bei den Slalom-Herren auch in dieser Saison wieder einen hochklassigen Zweikampf zwischen Felix Neureuther (D/420) und Marcel Hirscher (AT/376) um die kleine Kristallkugel. Dritter der Wertung ist der Deutsche Fritz Dopfer, der aber weiter auf seinen ersten Weltccupsieg wartet.
Den WM-Titel dürften unter normalen Umständen Neureuther und Hirscher unter sich ausmachen. Für die weiteren Podestplätze kommen neben Dopfer auch Stefano Gross aus Italien und der norwegische Jungspund Henrik Kristoffersen in Frage.
Bei den Damen liegt die Schwedin Frida Hansdotter (420) etwas überraschend vor Jungstar Mickaela Shiffrin (US/379). Auch Tina Maze (SLO/374) hat noch gute Chancen auf die kleine Kristallkugel im Slalom.
Das sind dann auch die drei Favoritinnen auf den WM-Titel. Nicht außer Acht lassen sollte man allerdings die Ex-Weltmeisterinnen Sarka Strachová (Tschechien), Kathrin Zettel und Nicole Hosp (beide Österreich).
Riesenslalom: Marcel Hirscher (460) hat dem US-Amerikaner Ted Ligety (322) in dieser Saison eindeutig den Rang als „Mr. Giant Slalom“ abgelaufen. Zuletzt präsentierte sich auch Alexis Pinturault (F/310) wieder sehr stark.
Außer diesen Dreien haben auch die deutschen Techniker Felix Neureuther und Fritz Dopfer durchaus Medaillenchancen. Ein dritter Deutscher, Stefan Luitz, könnte nach überstandener Verletzung ebenfalls für eine Überraschung sorgen. Hinter Hirscher scheint viel möglich. Neben den Deutschen haben die Franzosen und Norweger mehrere Eisen im Feuer. Nicht zu vergessen: Altmeister Benni Raich aus Österreich.
Bei den Damen ist die Disziplinenwertung noch völlig offen, 5 Siegerinnen in 4 Rennen (!) sprechen eine deutliche Sprache. Da ist es besonders enttäuschend, dass Viktoria Rebensburg in ihrer eigentlichen Paradedisziplin noch keinen Podiumsplatz erfahren konnte. Eine Medaille bei der WM ist ihr dennoch immer zuzutrauen. Dafür muss sie sich aber mit Größen wie Anna Fenninger, Mickaela Shiffrin oder Tina Maze messen.
Speed-Disziplinen: Nach der schweren Verletzung von „Speed-King“ Aksel Lund Svindal hätte vor der Saison niemand gedacht, dass ein Norweger vier Siege und zwei weitere Podestplätze einfahren könnte. Doch Kjetil Jansrud konnte seine überragende Form von den Olympischen Spielen in den Weltcup retten und kämpft sogar noch um die große Kristallkugel. Im Rennen um die beiden kleinen Kristallkugeln in Abfahrt und Super-G können zur Zeit nur Dominik Paris (Italien) und Hannes Reichelt aus Österreich mithalten.
Bei den Weltmeisterschaften ist aber so ziemlich alles offen. Svindal könnte noch rechtzeitig fit werden und dann sind da ja noch die gastgebenden US-Amerikaner. Auch verschiedene Fahrer aus Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien oder Kanada könnten Medaillen erringen.
Bei den Damen möchte Superstar Lindsey Vonn ihr Comeback mit einem Weltmeistertitel krönen. Mit zwei Siegen in der Abfahrt (Führende im Disziplinencup) und einem zweiten Rang im Super-G hat sie gezeigt, dass sie nach ihrer langen Krankheit wenig von ihrer Klasse eingebüßt hat. Überraschend stark in den Speed-Disziplinen präsentiert sich Viktoria Rebensburg, die sich vor allem in der Abfahrt (zwei Podestplätze, 3. in der Disziplinenwertung) verbessert zeigt. Neben der Deutschen kämpfen Lara Gut aus der Schweiz, Anna Fenninger und Tina Maze um Edelmetall. Hoffnungen darauf dürfen sich auch Julia Mancuso (USA), Elisabeth Görgl (Österreich), die Fanchini-Schwestern aus Italien und vielleicht auch die, in diesem Jahr etwas enttäuschende, Tina Weirather aus Liechtenstein machen.
Super-Kombination: In diesem Wettbewerb ist immer viel möglich. Die Kombination aus einer kurzen Abfahrt und einem Slalomdurchgang liegt den wenigsten Spezialisten und wird im Weltcup stiefmütterlich behandelt. Bisher wurde erst eine einzige Veranstaltung in dieser Disziplin ausgetragen (am Freitag in Wengen). Lokalmatador Carlo Janka feierte seinen ersten Sieg nach einer langen Durststrecke. Topfavorit auf den WM-Titel ist der Schweizer aber wohl eher nicht. Ted Ligety, Alexis Pinturault sowie die beiden Kroaten Ivica Kostelic und Natko Zrncic-Dim haben schon nachgewiesen, dass sie sehr gute Kombinierer sind.
Bei den Damen gibt es gar keine Kombination vor der WM. Absolute Titelfavoritin dürfte aber Tina Maze sein. Wie früher Maria Höfl-Riesch ist die Slowenin sowohl in der Abfahrt, als auch im Slalom spitze. Wenn die Österreicherin Nicki Hosp einen guten Tag erwischt, könnte es allerdings eng werden. Ansonsten sind Vorhersagen in dieser Disziplin, auch bei den Damen, eher schwierig.
Meine realistische Prognose für die DSV-Athleten lautet: 3 Medaillen in den Einzeldisziplinen, davon eine Goldene. Die sollte Slalom-Ass Felix Neureuther einfahren können. Der deutsche Rekordweltcupsieger möchte nach dem Olympia-Debakel 2014 endlich seinen ersten großen Titel. Die weiteren Medaillen holen Viktoria Rebensburg (in Abfahrt oder Super-G) und ein Riesenslalom-Fahrer (Neureuther, Dopfer oder Luitz).
Hinzukommen könnte noch eine weitere Medaille im Teamwettbewerb, der seit einigen Jahren bei Weltmeisterschaften ausgetragen wird. Bei optimalen Verlauf wären sogar 7 Medaillen drin. Neben dem Team jeweils zwei im Slalom und Riesenslalom der Männer und zwei durch Viktoria Rebensburg.
Autor: Andreas Arens.
Vorschau zur nordischen Ski-WM in Falun (18. Februar bis 1. März)
Für die nordischen Skisportler beginnen die Weltmeisterschaften erst in einem Monat. Die Zeit zwischen dem Neujahrshöhepunkt (Tour de Ski, Vierschanzentournee) und dem Großereignis (WM oder Olympia) wird traditionell von einigen Athleten zur Regeneration oder zum Training genutzt. Ein Anlass also, um die erste Saisonhälfte zu analysieren, mit Blick auf die Medaillenchancen der DSV-Athleten bei der WM im schwedischen Falun.
Für eine postive Überraschung in dieser Saison sorgten die deutschen Skilangläuferinnen, wie ein Blick auf den Weltcupstand zeigt.
1. Marit Björgen (NOR/11 Siege)
2. Therese Johaug (NOR/6 Siege)
3. Heidi Weng (NOR)
4. Ragnhild Haga (NOR)
5. Ingvild Flugstad Östberg (NOR/2 Siege)
6. Nicole Fessel (D)
7. Denise Herrmann (D)
…
15. Stefanie Böhler (D)
Die Norwegerinnen dominieren in dieser Saison mehr denn je. Von möglichen 57 Podestplätzen holten die Damen aus dem hohen Norden sagenhafte 51 Stück. Natürlich gingen auch alle 19 Siege nach Norwegen. Unter den ersten Acht der Gesamtwertung liegen sechs Norwegerinnen. Da sind die Positionen 6 und 7 der Deutschen Nicole Fessel und Denise Herrmann ganz besonders zu würdigen, ebenso wie der zweite Rang von Fessel beim Weltcup im schweizerischen Davos, wo sie sich nur der überragenden Marit Björgen geschlagen geben musste.
Diese Ergebnisse waren vor der Saison so nicht zu erwarten. Dank der konstanten Leistung von Stefanie Böhler können sich die DSV-Damen auch berechtigte Hoffnungen auf eine Staffelmedaille bei der WM machen. Bei ihrem Heimspiel wird dann aber bestimmt auch mit den Schwedinnen zu rechnen sein. Gerade in den Einzeldisziplinen dürfte es daher schwer werden, eine Medaille zu erringen. Besonders dann, wenn die Polin Jusztyna Kowalczyk doch noch zu ihrer Normalform finden sollte.
Bisher deutet aber alles auf ein norwegisches Medaillenfestival hin. Bei den Damen ist es gar nicht mal unrealistisch, dass sie alle möglichen Medaillen aus dem ungeliebten Nachbarland mit nach Hause nehmen. Dann blieben nur jeweils Silber und Bronze in der Staffel und im Teamsprint für alle anderen Nationen. Auf diese zwei Rennen werden die deutschen Starterinnen wohl auch ihr Hauptaugenmerk richten – wie bereits erwähnt, mit guten Chancen auf zumindest eine Medaille.
Etwas anders sieht das bei den Herren aus. Bis zum zweitletzten Tag der Tour de Ski (Anfang Januar) hatte kein einziger DSV-Athlet die interne Norm erfüllt, kein Sportler stand unter den Top 60 (!) der Gesamtwertung.
1. Martin Johnsrud Sundby (NOR/4 Siege)
2. Petter Northug (NOR/2 Siege)
3. Calle Halfvarsson (SWE)
4. Dario Cologna (CH/1 Sieg)
5. Jewgenij Belov (RUS)
6. Finn Hagen Krogh (NOR/1 Sieg)
Nach dem Rücktritt der goldenen Generation um Axel Teichmann (Gesamtweltcupsieger 2004/05, Weltmeister 2003 und 2007) und Tobias Angerer (Gesamtweltcupsieger 2005/06, 2006/07, Tour de Ski-Sieger 2007) schien nichts mehr übrig vom Ruhm der 2000er Jahre. Und plötzlich gewinnt Tim Tscharnke völlig überraschend eine Tour-Etappe im Val di Fiemme. Zwei weitere DSV-Athleten konnten sich in diesem Rennen das WM-Ticket sichern.
Trotzdem sollten sich die deutschen Langläufer keine großen Hoffnungen auf Medaillen bei der WM machen. Auch hier kommen die Favoriten aus Norwegen und Schweden. Das schwedische Team bereitet sich – wie auch die Frauen – ganz besonders auf die Heim-WM in Falun vor. In den Teamrennen dürfte es deshalb spannend werden zwischen den beiden skandinavischen Konkurrenten.
In den Distanzrennen sind neben den Norwegern – insbesondere Martin Johnsrud Sundby sowie „enfant terrible“ Petter Northug – und den Schweden (Halfvarsson, Hellner, Richardsson, Olsson) auch der schweizerischen Langlauflegende Dario Cologna und Alexej Poltoranin aus Kasachstan Einzelmedaillen zuzutrauen. Abzuwarten bleibt, ob die Russen zu der Stärke der vergangenen Jahre zurückfinden. Im Sprint wird es wohl ein offenes Rennen zwischen allen skandinavischen Startern und dem Italiener Federico Pellegrino sowie dem ein oder anderen Russen (am ehesten Alexej Petukhov).
Vielleicht gibt es bei der nordische Ski-WM in Falun ja auch eine ganz besondere Überraschung: eine Langlaufmedaille für Großbritannien. Andrew Musgrave, der vor einigen Jahren schon mal mit einem Sieg bei den norwegischen Meisterschaften von sich Reden machte – was in den norwegischen Medien nicht so gut ankam: wie konnte der Brite sich erdreisten... – lief auf einer Verfolgungsetappe der Tour de Ski die schnellste Netto-Zeit. Leider zählte das nicht als offizieller Sieg (da nur das Gesamtergebnis gewertet wurde), es zeigt aber, dass Musgrave durchaus das Potenzial für Top-Platzierungen besitzt.
Besser als bei den deutschen Langläufern sieht es bei den Skispringern aus. Zwar verlief die Vierschanzentournee – vor allem die Stationen in Deutschland – ein Mal mehr nicht nach Wunsch, dafür konnte man sich bei fast jedem anderen Weltcup-Springen über einen Podestplatz freuen. Auch beide Teamspringen – den Auftakt in Klingenthal und gestern in Zakopane – entschied das DSV-Team für sich. Im Gesamtweltcup sind die Deutschen (noch) nicht unter den ersten drei zu finden, da kann sich vor und nach der WM allerdings noch sehr viel ändern.
1. Stefan Kraft (AT/877/2 Siege)
2. Michael Hayböck (AT/799/1 Sieg)
3. Peter Prevc (SLO/764/kein Sieg)
4. Severin Freund (D/753/2 Siege)
5. Roman Koudelka (CZ/656/3 Siege)
6. Anders Fannemel (NOR/620/1 Sieg)
7. Simon Ammann (CH/556/2 Siege)
8. Noriaki Kasai (JP/540/1 Sieg)
9. Gregor Schlierenzauer (AT/495/1 Sieg)
10. Richard Freitag (D/456/2 Siege)
…
14. Anders Jacobsen (NOR/292/1 Sieg)
16. Kamil Stoch (PL/234/1 Sieg)
Insgesamt sechs Saisonsiege und fünf weitere Podestplätze, sowie die Führung im Nationen-Weltcup sind eine sehr gute Bilanz für die deutschen Skispringer. Auch der 6. Rang in der Tournee-Gesamtwertung Tournee durch Richard Freitag (mit seinem Sieg in Innsbruck) war am Ende nicht so schlecht. Vielleicht klappt es ja bei dem anderen Großereignis dann richtig. Allerdings kann man für die WM in Falun keine wirklich zuverlässigen Aussagen treffen. Am ehesten noch für das Teamspringen: Deutschland, Österreich und Norwegen stehen in puncto Ausgeglichenheit zur Zeit etwas vor Slowenien, Japan oder Polen. Als Olympiasieger und zweifacher Saisonsieger sind die DSV-Adler wohl favorisiert.
Im Unterschied zum Weltcup wird bei der WM auch von der Normalschanze gesprungen. Hier kommt es dann besonders auf die Absprungkraft an, traditionell eine Domäne der Österreicher. Mein Favorit ist aber ein anderer: Richard Freitag. Der Sachse hat die nötige Power in den Beinen um von der Normalschanze erfolgreich zu sein und die Form stimmt seit dem Sieg in Engelberg auch wieder. Weitere absprungstarke Springer, außer den Österreichern, sind Roman Koudelka, Peter Prevc sowie die zur Zeit (noch) im Aufbautraining befindlichen Simon Ammann und Andreas Wellinger.
Die Großschanze ist in Falun nicht ganz so groß (Hillsize 134) und damit könnte eigentlich das Gleiche gelten, wie für die Normalschanze. Sicherlich werden hier aber die Norweger etwas stärker auftreten. Mein Favorit lautet Anders Jacobsen. Der Norweger hat in diesem Jahr wieder gezeigt: wenn er den Sprung perfekt trifft, fliegt kaum einer besser als er. Gute Chancen haben außerdem noch die beiden Deutschen Freitag und Freund, Tournee-Gewinner Stefan Kraft, Oldie Noriaki Kasai und Doppelolympiasieger Kamil Stoch aus Polen, der nach seiner OP immer besser in Schwung kommt. Die Generalprobe im Vorjahr gewann Severin Freund vor Prevc und Kasai.
Eine weitere Disziplin, die nur bei den Weltmeisterschaften gesprungen wird, ist der Mixed-Wettkampf. Von der Normalschanze gehen jeweils zwei Frauen und zwei Männer an den Start. Österreich, Deutschland, Japan und Slowenien sind die Nationen, die sowohl bei den Männern als auch bei den Damen über Spitzenathleten verfügen.
Bei den Frauen sind erst 4 Weltcup-Wettbewerbe absolviert.
1. Sara Takanashi (JP/296)
2. Spela Rogelj (SLO/246)
3. Daniela Iraschko-Stolz (AT/242)
4. Carina Vogt (D/228)
5. Irina Avvakoumova (RUS/172)
6. Katharina Althaus (D/137)
Topfavoritin auf den (einzigen) WM-Titel von der Normalschanze ist ganz klar Sara Takanashi, die 17 der letzten 22 Weltcup-Springen für sich entscheiden konnte. Die einzige, die vor ihrer 15-monatigen Verletzungspause mit der Japanerin mithalten konnte war Sarah Hendrickson. Wenn die US-Amerikanerin wieder zu dieser Form findet könnte sie ihren Titel verteidigen. Gute Chancen auf Medaillen haben auch Olympiasiegerin Carina Vogt, die bei der Premiere des Damen-Skispringens in Sotchi die Schwäche von Takanashi zu nutzen wusste und in Zao ihren ersten Weltcupsieg feierte, sowie Altmeisterin Daniela Iraschko-Stolz und Newcomerin Spela Rogelj.
Die Nordische Kombination bleibt die einzige olympische Disziplin ohne die Beteiligung von aktiven Frauen. Die FIS will das so schnell wie möglich ändern, noch gibt es aber nicht genügend konkurrenzfähige Sportlerinnen. Und auch die Herren haben bereits mit fehlender Medien-Präsenz und zu wenigen Weltcup-Orten zu kämpfen. Dabei ist die Kombination aus Skispringen und Skilangkauf eine besondere sportliche Herausforderung, die aus deutscher Sicht auch noch sehr erfolgreich betrieben wird, wie ein Blick auf die Weltcup-Gesamtwertung verdeutlicht.
1. Eric Frenzel (D/621)
2. Fabian Rießle (D/476)
3. Akito Watabe (JP/437)
4. Bernhard Gruber (AT/394)
5. Johannes Rydzek (D/385)
6. Jan Schmid (NOR/368)
7. Mikko Kokslien (NOR/365)
7. Havard Klemetsen (NOR/365)
9. Magnus Hovdal Moan (NOR/330)
10. Jason Lamy Chappuis (F/240)
Bei der WM in Falun gibt es vier Wettbewerbe. Favoriten auf die Einzel-Medaillen sind die oben genannten. Hinzu kommen Olympiasieger Jörgen Grabak und Magnus Krog aus Norwegen sowie der Österreicher Lukas Klapfer. Im Teamwettbewerb erwarten alle ein packendes und traditionsgeladenes Duell zwischen Deutschland und Norwegen. Beim Teamsprint, der mit jeweils 2 Startern pro Nation bestritten wird, könnten, neben den beiden Top-Teams, auch die Österreicher, Franzosen, Japaner und eventuell sogar die US-Amerikaner oder Italiener ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitreden.
Insgesamt verspricht auch die Nordische Kombination spannende und abwechslungsreiche Wettkämpfe für die Weltmeisterschaften in Schweden. Nur die Langlauf-Wettbewerbe könnten, was die Medaillenvergabe anbelangt, etwas einseitig werden. Insgesamt 21 mal (4 in der nordischen Kombination, 5 im Skispringen und jeweils 6 im Skilanglauf der Damen und der Herren) werden Gold, Silber und Bronze in Falun verteilt. Favorit auf den ersten Platz im Medaillenspiegel ist eindeutig Norwegen. Wenn es gut läuft streitet sich das deutsche Team mit Gastgeber Schweden um den zweiten Platz.
Autor: Andreas Arens.
Anmerkung: Weltcup-Stände vom 18. Januar 2015.
sportzumsonntag am 17. Januar 15
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Guter Mann. Hat alles was du schreibst seine Richtigkeit. Und ich bin vom Fach. Lara Gut vielleicht noch. Ganz gefährlich auf dem Hang in Vail. Und die Fabien Suter im SG. Hängt von der Kurssetzung ab.
die stärke eines fußballers zeigt sich im moment des ballverlustes — ein spruch, so unpassend wie interviewtauglich, nicht wahr, aber promillemäßig von gewisser unwahrscheinlichkeit. apropäng, der neureuther hat eine schwester, die dem skifahren glücklich entkommen ist; jetzt haben wir uns ein wenig auf fremden terrain verirrt und bitten um nachsicht und dopingtest ...
Der Neid der Untalentierten. Sogar der Albert Camus saß andächtig auf der Tribüne und bekannte offenherzig. Den Nobelpreis hätte er sofort gegen eine Karriere bei Real Madrid getauscht. Aber dein Blog ist schön. Muss man neidlos anerkennen.
Erstmal danke für die Kommentare, freue mich über jeden Leser :) Die Lara Gut habe ich nicht vergessen; hab auch so nebenbei meine persönliche Prognose-Liste online gestellt (zu finden in der Navigationsleiste unter Themen im Fach "Wintersport") - Anmerkungen dazu sind selbstverständlich gestattet ;)